Projekte

DATEN & FAKTEN – Was vor Ort geleistet wird

 

Die „Albstadt Helping Hands Community School e. V.“ in Mtwapa/Kenia ist ein Gemeinschaftsprojekt dreier Partner-Vereine aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ziel dieser drei eingetragenen, gemeinnützigen Vereine ist es, kenianischen Kindern an der Schule „Albstadt Helping Hands Community School e. V.“ Bildung zu vermitteln.

Alle drei Vereine werden durch Spenden und Patenschaften getragen. Alle Mitarbeiter und Helfer arbeiten ehrenamtlich.

Ursprünglich wurde die „Helping Hands Community Primary School“ in Mtwapa/Kenia auf einem gemieteten Grundstück erbaut. Nach der vorzeitigen, rechtswidrigen Kündigung des Mietvertrages des alten Schulgrundstücks standen wir Anfang 2010 vor finanziellen und zeitlichen Problemen. Durch großzügige Spenden konnte ein eigenes Grundstück erworben und mit dem Schulneubau begonnen werden.

Seitdem wächst unsere Schule Jahr für Jahr. Auf dem Schulgelände befinden sich mittlerweile viele Klassenzimmer, ein Büro und eine Küche. Nach und nach entstanden eine Bibliothek, ein Nähraum, ein Kreativzimmer und Wohneinheiten für Lehrer. Zusätzlich zu den Einrichtungen befinden sich auch ein Brunnen, ein Generator und ein Bohrloch auf dem Gelände. Auch ein Musikzimmer steht inzwischen zur Verfügung, das von unseren Schweizer Partnern finanziert wurde.

Weitere wichtige Einrichtungen wurden hinzu gefügt – eine Schreinerei und auch der Ausbau der kleinen Landwirtschaft zur Selbstversorgung bereichert den täglichen Speiseplan und die beiden Mahlzeiten am Tag. Wir haben nun auch ein Biologiezimmer, einen IT-Raum, Räumlichkeiten für Volontäre und weitere Klassenräume geschaffen. Seit Februar 2014 besuchen nun mittlerweile 160 Schüler die Klassen 9 – 12 der High School, die zum Abitur führt. Der erste Abitur-Jahrgang schnitt sehr erfolgreich ab.

Um die Qualität es Unterrichts zu gewährleisten, wird der Unterricht der Lehrer periodisch kontrolliert und beurteilt.

Unsere Schule liegt am Rand von Mtomondoni, dem nordwestlichen Teil Mtwapas, der eine hohe Bevölkerungsdichte aufweist, zum Großteil sehr arme Familien beherbergt und eine Brutstätte von Kriminalität, Prostitution und Drogenhandel ist.

Sobald man die engen Gassen Mtomondonis verlässt und durch eine tropische Landschaft in Richtung Schule geht oder fährt, erscheint es, als sei man in einer anderen Welt: Eine Oase der Ruhe und der frischen Luft – hier lernen und leben die Schüler der Albstadt Helping Hands Community School e. V.

Hier kann man gut lernen, sich auf den Unterricht konzentrieren und die Nachmittage bei Sport, Spiel, Tanz und Musik verbringen. 2 Mahlzeiten am Tag machen das Lernen leichter.

Geführt und geleitet wird die Schule von Frau Dr. Sonja-Horsewood-Jemc (Ärztin aus Linz/Österreich), die während der 3 Trimester direkt auf dem Schulgelände wohnt. Außerdem sind derzeit rund 51 Angestellte für das Wohl der Kinder verantwortlich, darunter sind ein Schulleiter, Lehrer, 2 Bürokräfte, Köche, ein Schneider und zwei Schneiderinnen, 2 Gärtner (einer davon übernimmt auch Hausmeistertätigkeiten), 2 Nachtwächter und ein Wachhund vervollständigen das Team. Der Schulleiter, das Lehrerteam sowie das übrige Personal sind Kenianer.

Auch eine Krankenschwester kümmert sich um die Kinder und untersucht sie regelmäßig. Über 600 Schülern aus ärmsten Verhältnissen wird in mittlerweile 16 Klassen die Chance auf Bildung gegeben. Sie werden mit zwei Mahlzeiten täglich versorgt und bekommen Betreuung bis in die späten Nachmittagsstunden.

Der 4-klassige Kindergarten – die Nursery School – wird komplett aus Deutschland finanziert. Die Primary School (Klasse 1- 8) und die High School (Klasse 9 – 12) werden aus Österreich durch Patenschaften und Spenden getragen. Ab Klasse 8 wohnen und leben die Jugendlichen während der gesamten Unterrichtszeit auf dem Schulgelände und gehen nur in den Ferien nach Hause, d.h. die Schule wird ab der 8. Klasse als Internat gefüht. Auch unsere Schweizer Partner unterstützen die Schule finanziell und tragen dazu bei, dass sich die Schüler und Schülerinnen wohl fühlen und nun auch u.a. ein Fahrzeug zur Verfügung steht.

Auf den jeweiligen Homepages www.kenia-kinder.at und www-kenia-kinder.ch stellen sich die beiden Vereine separat vor.

Einzelnen Familien wird durch „Mikrokredite“ geholfen, ein eigenes, kleines Gewerbe aufzubauen, um selbst für ihre Kinder zu sorgen.